Antibullying

Die Antibullying  - Strategie  - Einführung und Umsetzung seit 2006  

 

Vielfältig wie die Ursachen sind die Erscheinungsformen der von Kindern und Jugendlichen verübten Gewalt. Die Facetten der Gewalttaten reichen von verbaler Aggression, Bedrohung, Nötigung, Körperverletzung und Sachbeschädigung bis hin zu Raubdelikten und Erpressung.

Gewalt belastet das Klima einer Schule und stellt ein zentrales, soziales Problem dar, das hinsichtlich des Erziehungsauftrages große Beachtung verdient. Ein wichtiges Anliegen ist es deshalb, Konzepte zu finden, die bereits in einer frühen Phase der Gewaltentwicklung positiv wirksam sind.

Die Antibullying - Strategie nach Dan Olweus birgt diesen Gedanken der frühzeitigen Intervention. Das Programm will einen Rahmen schaffen, in dem Gewalt durch Thematisierung, Grenzziehung und Integration keine Chance im Schulalltag hat. Es handelt sich um eine langfristige  Präventionsstrategie, die hohes und dauerndes Engagement der Institution und aller Beteiligten erfordert.

 

Dieses international anerkannte Olweus – Programm setzt vorwiegend am Schul- und Klassenklima an und basiert auf folgenden Prinzipien:

 

  • Warmherzigkeit, Interesse und Engagement der Erwachsenen
  • klare Grenzen für unakzeptables Schülerverhalten
  • konsequente, aber nicht feindselige Reaktionen bei Regelverletzungen
  • ein gewisses Maß an Beobachtung und Kontrolle
  • Erwachsene, die auch als Autoritäten handeln

 

Die einzelnen Maßnahmen des Programms betreffen:

 

  • die Schulebene
  • die Klassenebene
  • die Ebene des einzelnen Schülers 

 

Dieser Ansatz umfasst alle Beteiligten des Gewaltkonflikts vom Lehr- und Schulpersonal über die Eltern, Täter und Opfer bis hin zu den Mitschülern.

 

Mit der Umsetzung der Grundgedanken ist ein Konzept entstanden, welches das Ziel verfolgt, bestehender Gewalt an unserer Schule wirksam zu begegnen und das Schulklima wirksam zu verbessern. Es wird von Schülern, Lehrern  unter Einbeziehung der Eltern täglich gelebt.

Folgende Prozessschritte sind wir bisher gegangen:

 

  1. Schüler- und Lehrerbefragung
  2. Aufstellen von Klassenregeln und Sanktionen
  3. Erarbeiten einer neuen Hausordnung unter Mitwirkung aller Schüler, Lehrer und Elternvertreter
  4. Erarbeitung und Abschluss einer Schulvereinbarung zwischen Schülern, Lehrern, Eltern.
  5. Nutzung des Kooperationsvertrages, der zwischen den Partnern des Netzwerkes Grund- und Förderschulen und den Mitarbeitern des Jugendamtes in Perleberg unterzeichnet wurde.

 

Diese Instrumente sind in einem demokratischen Prozess aller Beteiligten entstanden. Die Rolle der Schülersprecher der Klassen 6-10 konnte dabei besonders gestärkt werden.  Es gelang dadurch, eine hohe Akzeptanz zu erreichen und Einheitlichkeit im Handeln zu erzielen.

 

Für die Umsetzung der Antibullying- Strategie haben alle Lehrkräfte der Schule  mehrere schulinterne Fortbildungen absolviert:

 

  • Klassenregeln und Klassenrat
  • Rechts- und Handlungssicherheit
  • Antiaggressions- und Konflikttraining.

 

Seit fünf Jahren existiert an der Schule eine Gruppe von Schülern der jeweiligen Jahrgänge 8-10, die sich zwischenzeitlich „Pausenengel“ und nun aber wieder „Ordner“ nennen. Diese Schüler tragen aktiv in den Pausen dazu bei, dass aus einer Kleinigkeit kein großer Konflikt entsteht. Sie wirken als Streitschlichter, verhängen aber auch mal Sanktionen. Ihr nächstes Ziel ist es die jüngeren Schüler bei Spielen anzuleiten.

 

Hier ist die Schulvereinbarung Schulvereinbarungals pdf-Dokument.